Tanz (I), Aquarell, 42x14,5 cm, 2014 Tanz (II), Aquarell, 42x14,5 cm, 2014 Tanz (III), Aquarell, 42x14,5 cm, 2014 Tanz (IV), Aquarell, 31x19 cm, 2014 Tanz (V), Aquarell, 24x32 cm, 2014 Tanz (VI), Aquarell, 32x24 cm, 2014 Tanz (VII), Aquarell, 24x18 cm, 2014 Tanz (VIII), Aquarell, 24x18 cm, 2014 Tanz (IX), Aquarell, 24x18 cm, 2014


Pina

Bei der Serie „Pina“ handelt es sich um großformatige, gemalte Szenen aus Choreographien von Pina Bausch.

Dargestellt werden Szenen aus verschiedenen Inszenierungen. Diese folgen nicht dem Handlungsablauf der jeweiligen Choreographie, werden vielmehr aus dieser herausgelöst. In den Bildern werden die während der tänzerischen Darstellung flüchtigen und oft nur sekundenlang sichtbaren Emotionen gewissermaßen zum Stillstand gebracht, die Zeit bleibt stehen. Während beim Tanz unzählige Momente aufeinanderfolgen, um ein Ganzes entstehen zu lassen, hält die Malerei einen einzelnen bestimmten Moment fest. Die Betrachtung verändert sich, der flüchtige Moment wird unendlich durch das Medium der Malerei.

Themen der Choreographien wie Angst, Hingabe, Tod, Liebe und Sehnsucht, die sich in den Stücken ständig transformieren und ablösen, werden während des getanzten Moments eingefangen und durch die Überführung in die Malerei in ein Medium transferiert, das unbegrenztes ein Verweilen in der Situation ermöglicht. Das Bühnenbild wird dabei in die malerische Komposition mit einbezogen und meist nur leicht verändert. Die ungewöhnlichen, oft organischen Materialien wie Erde, Wasser, Torf oder Blätter und die Bühnenbeleuchtung lassen die Bildkomposition surreal erscheinen. Eine wichtige Rolle für die Malerei spielt auch die Darstellung der Kleider der Tänzer und Tänzerinnen. Die Bewegung des Stoffes ist im still stehenden Moment der gemalten Szene ein wichtiges Indiz für die reale Bewegung in der Choreographie, der Stoff gibt Auskunft über Ruhezustand oder Drehung, die Bewegungsrichtung der Darsteller.

Die Körperspannung beim Tanz, die Biegsamkeit des Körpers, die Zuckungen und Drehungen, die Mimik der Tänzerinnen und Tänzer, die Darstellung unzähliger Emotionen und Gemütszustände von Apathie bis hin zur Ekstase werden malerisch interpretiert. Ohne Musik, ohne Verortung des Moments in einem choreographischen Zusammenhang verdichtet und intensiviert sich der flüchtige, getanzte Moment im gemalten Bild.

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